Der Weg aus dem Schlammassel

Die Illusion dessen, was du als Wirklichkeit empfindest durchschauen!

Foto: Grit Scholz
Foto: Grit Scholz

Da wo gestern noch der Tagebau wütete, ist heute ein schöner See.

Alles verändert sich und es liegt an uns, was wir daraus machen!

Verwirrung

Die Welt um uns herum, das was uns Politik und Medien präsentieren, das was wir in unserem Umfeld erleben, bei der Arbeit, im Freundeskreis – spiegelt gut wieder, wie vollkommen unlogisch, ungerecht, widersprüchlich, beängstigend, verlogen, verdreht und verwirrend das Leben "geworden" ist. Oder war es schon immer so?Hatten wir es bisher nur nicht so deutlich gespürt? Vielleicht hat sich gar nicht das Leben geändert, sondern lediglich unsere Sichtweise darüber?

Manchmal frage ich mich, wem es gelingen kann, unter den Umständen und dem was geschieht und dem was die Leitmedien an Propaganda verstreuen – noch irgendetwas davon ernst zu nehmen? Mir gelingt es nicht mehr.


In den alternativen Nachrichten heißt es oft – Wacht auf! Und sie bemühen sich, zu zeigen, dass das, was die Leitmedien berichten meist nach gerichtet wurde, oft auch Lügen sind, die zur Manipulation und Fremdsteuerung der Massen dienen sollen.

Die Menschen sollen erkennen, das das Wenigste so ist, wie es dargestellt wird, von den Politschauspielern und Wirtschaftsgiganten. 

Doch was passiert, wenn Menschen erkennen, dass sie betrogen belogen und gegeneinander ausgespielt wurden? Sie werden ohnmächtig oder wütend. 

Wer sich damit beschäftigt, kommt schnell dahinter – was für ein riesiger Schlammassel das alles ist und dass man im Grunde nichts mehr glauben kann, weil man nie weiß, in wessen Sinne bestimmte Infos gestreut werden. Denn alle Lager bespitzeln sich gegenseitig und agieren oft unter falscher Flagge.

So entsteht der Eindruck, dass nicht nur die Gegenwart, ein Konstrukt aus endlosen Lügen ist, sondern unsere gesamte Geschichte, die Geschichte der Menschheit, so wie sie heute noch in unseren Schulen gelehrt wird, einschließlich das materialistische Weltbild und der Darwinismus. Alles lediglich Puzzleteile, von diesem Lügenkonstrukt. Puh, wir leben also unser Erdenleben, ein Dasein, was sich auf Illusionen gründet, die von denen, die die Macht und Kontrolle haben – seit Jahrhunderten vorsätzlich kreiert wurden.

 

Die meisten Menschen haben somit ein bestimmtes Bild von der Welt und der Geschichte – welches sie als RICHTIG empfinden, weil sie lediglich mit bestimmten Informationen und Ideologien geprägt wurden, Feindbilder gleich inklusive? Wobei fast nichts davon tatsächlich RICHTIG sein muss – sondern es ist lediglich Teil einer ziemlich gelungenen Programmierung...

 

Wenn du dich ganz ehrlich fragst, was du wirklich, wirklich weißt – über dich, über die Geschichte der Menschheit, über das Geld, was weißt du davon??? Wer hat die Macht, wer lenkt die großen Geschicke der Welt? Das meiste, was du zu wissen glaubst sind Dinge, die dir jemand anderes gesagt hat, die du gelesen hast – dein Weltbild ist mehr auf allgemeinen Informationen (von Eltern, Schule, Religion und/ oder Staat) aufgebaut – als aus eigener Erfahrung, oder eigener Erkenntnis.


Es könnte also sein, dass deine Vorstellung von ALLEM eine Illusion ist, dass du vollkommen auf dem Holzweg bist?

Diese Idee ist scheinbar so unangenehm, dass ein gesundes Ego alles tut, um solche Gedanken gar nicht erst zu denken.

Du möchtest oder kannst dir das auch gar nicht vorstellen? Weil du glaubst, dass es nicht sein kann, dass so viele Menschen in einer Illusion leben? Doch woher haben die anderen Menschen ihre Informationen über die Welt? Aus der gleichen Quelle wie du?

Wer ein anderes Weltbild hat, als du – hatte eine andere Quelle, dem wurden andere Informationen als Wahrheit verkauft.

Insofern ist die Welt und alle ihre Menschen keine homogene Illusion, in der alle aus der gleichen Quelle programmiert wurden und sich einig sind – was sie glauben.

Es gibt ja bekanntlich nicht nur verschiedene religiöse Ideologien, sondern auch verschiedene Weltbilder und Werte und Philosophien.

Jeder Mensch für sich, fühlt sich im Recht, weil er seiner Programmierung vertraut und diese als Wirklichkeit und Wahrheit empfindet.

Nur Wenigen ist bewusst, dass evt. nichts von alledem die Wahrheit IST. Gleichzeitig mag es sein, dass in allem von dem - ein Stück Wahrheit steckt.

 

Der Schlammassel, der innere und äußere Kampf, diese Programmierungen, dieses Denken und fühlen in der Dualität und Polarität – die das Leben der Menschen auf Erden prägt – kann niemals zu Frieden führen. Weder zu innerem Frieden, im einzelnen Menschen, noch zu äußerem Frieden mit anderen.

Die Dualität können wir nicht ändern, aber unser denken, fühlen und handeln in ihr.

 

Egal wie gut wir es meinen, entsprechend unserer Prägung – werden wir immer etwas finden, was wir ablehnen, oder bekämpfen müssen. Und dabei spielt es keine Rolle, von welcher Quelle wir geprägt wurden. Wir kämpfen innerlich mit uns selbst und äußerlich mit dem, was wir ablehnen und verurteilen.

Jeder der mordet, jeder der aufrüstet – meint, dass es richtig ist, dies zu tun.

Auf diese Weise bringen wir uns gegenseitig um und machen uns das Leben zur Hölle.

Die einen sind die Bösen, die anderen die Guten... Doch die Guten müssen auch ganz böse werden, um sich vor den Bösen zu schützen – wo also, ist da der Unterschied?

 

Ein Beispiel:

Wenn Flüchtlinge sich weigern, hier in Deutschland zu arbeiten für 1,05 Euro die Stunde und die Deutschen sich darüber aufregen – was steckt da dahinter?

Es ist der Ärger der Deutschen, dass die Flüchtlinge sich das, was sie sich selber gefallen lassen, das was sie für selbstverständlich halten, weil sie so programmiert wurden – von den Flüchtlingen nicht akzeptiert wird. Die Wut, die die Deutschen dabei haben, ist im Grunde die Wut, die sie auf sich selber haben, da sie sich solcher Erpressung fügten – weshalb sie es anderen nicht gönnen, die den Mut (oder die Naivität) haben, das nicht zu tun. (natürlich ist das nur eine kleine Facette von dem, was dabei alles zum tragen kommt)

 

Das ist so ähnlich wie das Drama mit Eltern und Kindern – was man überall seit Ewigkeiten beobachten kann. Wenn Kinder etwas tun, was den Eltern als Kind verboten wurde – neigen die meisten dazu, es ihren Kindern wieder zu verbieten. Weil sie den Schmerz nicht ertragen können, dass sie etwas nicht durften und nun zusehen sollen, wie ihr Kind sich das erlaubt und vielleicht noch genießt.

Es fehlt das größere Bewusstsein für die tieferen Zusammenhänge.

Es ist, als wäre unser Bewusstsein in einer kindlichen, bedürftigen, verletzten, Opferrolle gefangen,

unfähig weise zu entscheiden. Voll von Mangelempfinden auf allen Ebenen - unfähig wirklich zu geben, zu schenken.

Als wäre da ein großes Loch im Inneren - egal was man hinein tut, es lässt sich nicht stopfen.

Jeder versucht jeden zu berauben, um seine eigene Bedürftigkeit zu stillen.

Kaum jemand erkennt die Fülle, die überall ist - da die erst erkennbar wird, wenn sie auch im eigenen Inneren zu spüren ist.

Es fehlt die Selbstermächtigung, es fehlt das echte Mitgefühl.

Wer kann da etwas dafür? Wer ist dafür verantwortlich?

Wir selbst sind es, wir sind die, die das alles erkennen können.

Selbstermächtigung ist leider in der Programmierung nicht vorgesehen - auf diese Idee muss jeder Mensch selbst kommen und den Kontakt zu seiner Seele suchen - um die Illusion zu durchschauen, die daher kommt, als wäre sie die Wirklichkeit.

Denn wer soll die Welt zu einer besseren machen, wenn nicht jeder einzelne Mensch, zuerst in sich selbst und dann direkt in seinem Umfeld?

Wenn Eltern sich ermächtigen, ihrem Kind mehr Freiheit zu gönnen, mehr Selbstentfaltung – eben weil sie selber darunter litten, darin beschnitten wurden zu sein – dann würde sie das mit Freude erfüllen. Denn sie haben die Macht, ihren Kindern den Raum zu geben, den sie sich selbst damals wünschten, den sie brauchten – aber nicht bekommen konnten.

Gleichzeitig brauchen Kinder Grenzen, brauchen Kinder Vorbilder - denn wenn sie sich an der Welt orientieren, übernehmen sie diese kollektiven Illusionen und stecken in der gleichen Falle.

Doch Eltern, die sich selber nicht erlauben, sich die Freiheiten zu nehmen (weil ihre Erziehung und Prägung stärker wirkt, als ihr eigener Wunsch und Wille) - gönnen sie auch ihren Kindern nicht.

 

Es ist wesentlich - sich dessen bewusst werden, dass man in jedem Moment die Wahl hat - was man denkt, was man fühlt, was man sagt und was man tut! Und es kommt darauf an, WAS man wählt! Denn die Zeit des Opfer seins und der Abhängigkeit ist vorbei – weil ein erwachsener Mensch selbstbestimmt leben kann und für sich sorgen kann – das ist es, was wir können - wenn wir wollen.

Denn dann gehen wir durch die Angst, durch die Dualität - dahin, wo Frieden ist.
Das ist unsere Freiheit und unsere Macht.

Lerne, die Programmierung zu durchschauen, zu erkennen, dass sie lediglich dazu diente, unsere wirklichen Fähigkeiten niemals zur Entfaltung zu bringen, sondern uns in der Angst und Sorge und Abhängigkeit zu halten, so das dass Spiel der Dualität und Polarität funktionierte und wir darin gefangen waren, ohne das zu bemerken.

Wir kreierten kleine und große Dramen, die immer zu einer Art Krieg führten. Und wir litten darunter, weil sich unsere Seele nichts weiter als Frieden und Verbundenheit mit allem wünscht.

 

Wer kann da etwas dafür? Wer ist schuld daran?

Menschen, die vieles von dem durchschaut haben, beschäftigen sich hauptsächlich mit diesen Fragen. Und dabei werden allerhand Schuldige benannt und verurteilt bis verteufelt und es sieht so aus, als wolle man diese Schurken beseitigen und bestrafen....

Seltsamer Weise scheinen sie dabei nicht zu bemerken, dass sie damit das gleiche Spiel füttern, immer noch in der Illusion stecken und selber "böse" werden. Verurteilen, Feindbilder aufbauen, Propaganda machen, ungeprüft Informationen glauben und weiter geben - von denen sie keine Ahnung haben - ob sie wahr sind.

Dadurch ist nichts, aber auch gar nichts besser – auch wenn es im ersten Moment so scheinen mag.

Man mag denken, endlich wehren sich die Menschen gegen diesen Missbrauch, gegen die Ausbeutung und all das Ungemach, was ihnen angetan wurde! Revolution! Wir sind das Volk!

Ja, das klingt erst mal gut. Wieviele Revolutionen hat es schon gegeben? Hatten sie wirklich etwas verändern können - im Großen und Ganzen? Oder wurde dadurch nur noch mehr vertuscht und getäuscht und am Ende waren es die Gleichen, die an der Macht waren - die das Volk vor ihren Karren spannten und ihrem Spiel einfach einen neuen Namen, eine demokratische und soziale Fassade gaben. Oder auch eine ganzheitliche, ökologische - je nach Bedarf. Da darf das Volk gern mit entscheiden - und sich engagieren für die angeblich so hehren Ziele. Und sie sollen glauben, dass wenn die Guten gewinnen – eine friedliche und heitere Welt entsteht!

Wie oft haben wir das schon erlebt und darauf gehofft auf Erden?

Mit welchem Erfolg?

Die Fassaden wurden immer schicker und das, was dahinter ablief immer unglaublicher,

so dass die Menschen, die in der Lage waren, hinter die Fassaden zu schauen, als Spinner verlacht wurden.

 

Was also ist zu tun, um diesen Schlammassel zu beenden?

Wir müssen aus der Illusion selbst aussteigen. Wir müssen die Polarität durchdringen und sie in unserem Bewusstsein wieder zu einem Ganzen machen.

Der Krieg und der Kampf ist nur in der Illusion möglich – dass Gut und Böse, schwarz und weiß, heiß und kalt getrennt sind – es kann vom Bewusstsein, was da verhaftet ist – nicht als Einheit gesehen und akzeptiert werden.

Doch das ist es, worum es geht – es ist die einzige Lösung, unserem Bewusstsein zu erlauben, zu erkennen, dass es keine Trennung gibt. Das alles Teil des Ganzen ist, das alles, wirklich alles miteinander verbunden ist...

Liebe und Angst – gehören zusammen, sowie heiß und kalt – da ist keine Trennung.

Stell dir eine Skala vor – auf der einen Seite ist super heiß – auf der anderen eise kalt,

trotzdem ist es die gleiche Skala - nur weil es zusammen gehört, können wir es vergleichen.

 

Wirkliche Gewalt, wirklicher Hass – wird dadurch erschaffen, dass die Verschiedenartigkeit des Seins - in seinem ganzen Spektrum von schwarz - über bunt - bis weiß - nicht anerkannt wird. Sondern es werden Grenzen gezogen, Trennlinien, die nicht überschritten werden dürfen. Es werden Pfähle eingeschlagen, da wo Erkenntnisse gewonnen sind - als ob dies der Weisheit letzter Schluss wäre und man nie wieder darüber nachdenken müsste. Statt die Haltung zu üben, dass wir immer nur das sehen und erkennen, was uns JETZT gerade möglich ist, es aber ganz gewiss noch viel mehr gibt, dem wir uns neugierig annähern könnten. Statt dessen haben wir eine Welt, in der einer sich über den anderen stellt  und jeder Recht haben will... Weil das Gefühl von vollständiger Verbundenheit mit allem fehlt – denn dann, würde niemand wem anderes etwas antun können – was er nicht auch sich selbst antun würde.

 

Es ist nicht leicht, da auszusteigen und eine andere Perspektive einzunehmen, in der es keine Feinde und keine Bösen mehr gibt – die bestraft und bekämpft werden müssen...

Aber es ist möglich, es ist möglich – wenn wir uns bewusst machen, dass die Menschen in Illusionen gefangen sind (sie wissen nicht was sie tun) und wir selbst da aussteigen... weil wir es erkannt haben und die Verantwortung für unsere fühlen, denken und handeln ganz und gar übernehmen.

 

Wir können lernen auf Aggression und Angriffe, welcher Art auch immer – nicht mit gleicher Art unbewusst zu reagieren – damit stoppen wir das endlose Pingpong-Spiel. Um Krieg zu führen, braucht es immer zwei Parteien. Um in einen Krieg verwickelt zu sein, muss man also einer Partei (Seite) zugehören. Doch wenn wir beide Seiten in uns vereinen, weil wir alles verbinden, sehen, fühlen, zulassen, erkennen – kann es keinen Krieg geben. Nicht in uns und nicht mit uns. 

 

Da zu stehen und zu sehen, wie andere sich gegenseitig verletzen, benutzen, belügen im Großen wie im Kleinen - ist sehr traurig. Diesen Schmerz muss man aushalten können. Denn wir können die anderen nicht ändern und auch nicht deren Bewusstsein - aber unsere eigene Haltung und Sichtweise, unser eigenes Bewusstsein, unser fühlen und denken und handeln - das könne wir wählen.

 

Ich teste das seit Jahren in meinem Leben, es ist nicht immer einfach und es gelingt auch nicht ausnahmslos – aber wenn es funktioniert, wirkt es sich auf mich und auf alles um mich herum friedbringend, bereichernd und beglückend aus und es macht Freude und es erfüllt mein Leben mit Sinn.

Es ist unheimlich spannend, denn jeder Herausforderung gilt es auf diese neue Weise zu begegnen:

Sich nicht in die Polarität ziehen zu lassen, nicht Partei ergreifen – sondern alles als Ganzes zu betrachten und zu fühlen - und da heraus zu handeln und zu argumentieren.

 

Grit Scholz (dieser Artikel darf unverändert und unter Angabe von Autorin und Hinweis auf die Website vom Lebensgut-Verlag verwendet oder verlinkt werden)


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Kommentare: 2
  • #1

    Anna (Donnerstag, 18 August 2016 09:50)

    Liebe Grit, vielen Dank für diesen wunderbaren Aufsatz. Ich wünsche eine große Verbreitung und Resonanz

  • #2

    Lightguardian (Donnerstag, 18 August 2016 16:22)

    Super