Prolog deutsch

„Das Tor ins Leben“ Prolog, von Grit Scholz

Ich möchte Folgendes vorausschicken:
Es gibt eine Reihe von Wörtern, die die weiblichen Genitalien beschreiben, angefangen bei Vagina, Scheide, Vulva, Yoni, Möse, Muschi und vieles mehr. In Gesprächen mit Frauen stellte sich heraus, dass einige Frauen Wörter erfunden haben, weil die, die es Gebräuchlicherweise gibt, einfach unpassend erscheinen. Denn viele Frauen fühlen sich nicht wohl, über ihre Genitalien mit einem Wort zu sprechen, welches obszöne oder unangenehme, unpassend erscheinende Assoziationen auslöst.
Ich habe das Wort Yoni* gewählt, weil es mir persönlich am sympathischsten ist und eine alte Tradition hat, in der die weiblichen Genitalien als heilig verehrt werden, woran ich gerne so oft es geht erinnern möchte.

Warum ich dieses Buch gemacht habe...
Ziel dieses Buches ist es, einer breiten Öffentlichkeit eine andere Sichtweise auf die weiblichen Genitalien (die Vagina, die Yoni) zu ermöglichen, die außerhalb von pornografischen, oder medizinischen, sowie außerhalb von religiösen, machtbezogenen und demütigenden Darstellungen liegt. 
Das geschieht mit Hilfe von Photographien, Photomontagen, kreativer und künstlerischer Einbeziehung von Naturbildern und Malerei, sowie anderen graphischen Mitteln. 
Es soll die Schönheit, Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der Yoni gezeigt werden. Die Großartigkeit der Schöpfung, die Achtung vor dem Wunder „Leben“, sind der Hintergrund dieses Buches. 
Dieses Buchprojekt möchte Frauen in ihren Prozessen der Selbstfindung und Selbsterkenntnis unterstützen. 
Männer laden wir ein, mit einem respektvollen und offenen Blick genau hinzusehen und durch die Art der Darstellung die Möglichkeit zu nutzen, wertfrei und neugierig betrachten zu können. Hier liegt die Chance, den Blick zweckfrei und ruhig zu richten. Dadurch kann der Raum entstehen, diesen sagenumwobenen, versteckten Teil des weiblichen Körpers, die Yoni, mit anderen Augen anzuschauen und so dem gesellschaftlichen Hang zur Heimlichkeit, Perversität und Verdummung zu entrinnen.
Auch Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, durch diese Bilder sehen und verstehen zu können. Es geht darum, nicht in die gleiche alte Schlacht des Geschlechterkampfes, wie so viele Generationen vorher, geschickt zu werden. So könnten sich Schuldempfindungen, bei einsamen Versuchen der Selbsterforschung, die durch Unwissenheit und Tabus genährt werden, auflösen.


Wie es anfing...
Es fing schon in meiner Jugendzeit an, als sich meine Yoni zu verändern begann und ich das damals mit Grausen beobachtete. Nachdem sich die Haut dunkel verfärbt hatte und sich seltsame ungleichmäßige Hautlappen gebildet hatten, war ich mir ziemlich sicher, dass mit mir etwas nicht in Ordnung war. Es gab damals niemanden, der oder die mir erklärt hätte, wie eine Vagina sich verändert, wenn Mädchen sich zu Frauen entwickeln. Dass Frau Haare bekommt und anfängt monatlich zu bluten, das war mir bekannt. Aber was für Formen mein Körper an dieser Stelle entwickelte, das hat mich tief erschreckt.
Damals spürte ich den Wunsch, die Yonis von anderen Frauen sehen zu können, um zu schauen, wie andere Frauen „da unten“ aussehen. Wie kleine Mädchen aussehen, das sieht man hin und wieder, weil Kinder ungezwungen nackig herumlaufen, keine Haare und keine Scham diesen Bereich verschließen und uneinsehbar machen. Dieses kleine „Brötchen“, bestehend aus den großen Schamlippen, war mir bekannt und vertraut, das wollte ich gern wieder haben. Doch inzwischen hing mir seltsam faltige, bräunliche Haut zwischen den Beinen. Wie gut, dass ich inzwischen auch Haare hatte und dass das niemand direkt sehen konnte.
Irgendwann habe ich mich daran gewöhnt, dass es so ist, aber glücklich war ich damit nicht und wirklich wohl gefühlt habe ich mich damit auch nicht und schön konnte ich meine Yoni schon gar nicht finden.


Was mich beschäftigte...
Die Tatsache, dass Männer sich scheinbar besser auskennen mit der Vielfalt, Gestalt und Beschaffenheit der Yoni als viele Frauen selbst, gab mir zu denken. 
Ich fragte mich, wieso dieser Körperteil so stark tabuisiert wurde. Da ich im Osten Deutschlands aufgewachsen bin, kam ich auch nicht mit pornografischen Darstellungen in Kontakt, sondern allenfalls noch mit medizinischen, die aber nur gezeichnet waren und viel mehr dem „Brötchen“ glichen, als dem, was sich da bei mir entwickelt hatte.
FKK war bei uns ganz normal, aber auch da sah man nur die haarigen Dreiecke. Und mir fiel auf, dass keine Frau sich breitbeinig an den Strand legt, so wie viele Männer das tun.
Im Laufe meines Lebens habe ich für mich entdeckt, dass mit mir alles in Ordnung ist.
Aber es wurde mir nicht leicht gemacht das herauszufinden und es tauchte immer wieder der Wunsch auf, dass diese „Verstecktheit“ rund um die Yoni sich doch irgendwie auflösen müsste.
In unserer Zeit, in der es zum Selbstverständnis geworden ist, sich mit dem eigenen Körper zu beschäftigen, bewusst mit Verhütung umzugehen, zum Frauenarzt zu gehen usw., in solch einer Zeit kann es doch nicht sein, dass Frauen nicht wissen, wie die Yonis von Frauen aussehen können. Wie ver-schieden und vielfältig die Natur diesen Körperteil gestaltet, der eine solch zentrale Bedeutung in der menschlichen Geschichte hat. Wir entwickeln sensibelste Geräte, um in die entlegensten Winkel und Innereien unserer Körper mit Kameras vorzudringen, um das was innen ist, außen auf einem Bildschirm sichtbar zu machen, aber die weiblichen Genitalien sind ein Tabuthema geblieben.
Ich habe das Buch „Das Tor ins Leben“ genannt, weil so gut wie jeder Mensch (von den Kaiserschnitten mal abgesehen), der auf dieser Erde wandelt, durch diesen versteckten, oftmals mit Scham und Schande belegten Körperteil, der Yoni, in diese Welt gedrückt wurde.


Wodurch es konkret wurde....
Später, als ich mich entschieden hatte, mit Freunden ein Gemeinschaftsprojekt aufzubauen, um zusammen mit anderen Menschen zu leben und zu arbeiten, kamen diese Themen wieder verstärkt in mein Leben. Denn ich stellte im Zusammensein mit vielen anderen Frauen fest, dass ich nicht die Einzige war, die an dieser Stelle verunsichert war und Zweifel und Fragen hatte. In den Frauenrunden tauchten ähnliche Themen auf und mir begegneten immer wieder Frauen, die ihr halbes Leben mit Komplexen, Ängsten und Schamgefühlen zu kämpfen hatten, aufgrund von Unwissenheit über die Beschaffenheit ihrer Yoni. Es gab einige Begegnungen mit Frauen, die Seminare zum Thema Weiblichkeit anbieten und sich mit dem Thema rund um Unterleib und Yoni beschäftigen. Dabei stellte ich fest, dass es ganz viele Frauen gibt, die den Wunsch nach mehr Transparenz haben, die bereit sind da hinzuschauen und Möglichkeiten suchen, wie und wo sie das machen können. Einige haben sich aus der Not heraus und aus Mangel an Alternativen mit pornografischem Material beschäftigt. Vielen Frauen ist das aber unangenehm, weil es ihnen bei der Erforschung ihrer Yoni nicht in erster Linie um Sexualität geht, sondern es zuallererst mal ein Teil des Körpers ist, bei welchem Frau das Recht haben möchte, diesen ganz unbe-fangen anschauen und studieren zu können.
Im Jahr 2006 hatte ich plötzlich ganz klare Bilder, so was wie einen Tagtraum, dass ich dieses Buch machen werde, wie es  aussehen wird, und wie ich es anstelle, dass es in die Welt kommt. Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich alle Voraussetzungen hatte, um dieses Buch, von dem ich schon immer dachte, dass es das geben müsste, einfach selbst zu machen. Diese Bilder waren so klar und stark, dass ich gleich am nächsten Tag aktiv wurde.
Ich recherchierte und kontaktierte Seminarleiterinnen und Buch-läden, Freundinnen und Freunde und stellte fest, dass die Resonanz groß ist, die Menschen neugierig und interessiert sind und es ganz sicher ist, dass solch ein Buch sich gut verkaufen würde, da es nichts dergleichen bis heute auf dem Markt gibt. Da beschloss ich, mit der Arbeit zu beginnen.
Es stellte sich schnell heraus, dass die größte Herausforderung an der ganzen Sache war, die Fotos der Yonis zu machen. Die Naturfotos, die Gestaltung des Buches, die Produktion, der Vertrieb, waren dagegen alles Themen, bei denen ich keine Fragen oder Schwierigkeiten hatte. Durch meine langjährige Tätigkeit als Grafik-Designerin und meine Vorliebe für Fotomontagen und Arbeit mit digitaler Bildbearbeitung, freute ich mich einfach sehr auf diesen Teil der Arbeit. Ich verspürte  den Wunsch, einen eigenen Verlag zu gründen, um den Vertrieb ganz unab?hängig gestalten zu können, so, wie ich das möchte.  Da ich einige Verlagserfahrungen habe, war auch das mir nicht fremd, sondern spannend und freudig herausfordernd.


Wie die Yoni-Fotos entstanden...
Aber wie komme ich zu den Yoni Fotos? Ich wollte sie auf jeden Fall selbst machen, das war mir klar. Anfänglich dachte ich, dass es bei den vielen Seminaren, die zu Frauenthemen angeboten werden, eine gute Möglichkeit gäbe, innerhalb solcher Veranstaltungen Fotos zu machen. Ich hatte auch Kontakt mit einigen Seminaranbieterinnen, doch stellte sich bald heraus, dass dieser Weg aus verschiedenen Gründen für mich nicht funktionierte. 
In meiner Vorstellung hatte ich die Klarheit, dass ich ganz viele vielleicht sogar 100 verschiedene Frauen fotografieren möchte, um die Vielfalt zeigen zu können. Ich stellte mir zum Fotografieren so eine Art Seminarraum und Atmosphäre vor, in dem mehrere Frauen sich mit dem Thema beschäftigen und dann Lust haben, Fotos zu machen. Aber wie genau das gehen könnte, war mir nicht ganz klar.
Das war ein langer Prozess, der mir gezeigt hat, wie groß meine eigenen Hemmungen, trotz geistiger Klarheit mit diesem Thema, noch waren. Ich traute mir einfach nicht zu, die intimste Stelle der Frau einfach so zu fotografieren... ich wusste nicht, wie ich das anstellen sollte, ohne dass es sich übergriffig, obszön, oberflächlich oder sonst wie unangenehm anfühlt.
Es gab dann einige Ereignisse in meinem Leben, die dafür sorgten, dass diese geistige Klarheit sich mit meinem Gefühl verbinden konnte und ich spürte, dass ich diesen Raum zum Fotografieren selber gestalten und anbieten wollte, um Frauen dorthin einladen zu können.
Für Frauen die Lust hatten sich intensiv mit dem Thema zu befassen, bot ich Ganztagsveranstaltungen an, mit Sauna, Tanz, Gesprächsrunden, Körperbemalung, Meditation, Massagen, leckerem Essen und intensivem Austausch. Daneben gab es auch Abendveranstaltungen, die nicht ganz so intensiv waren und eher von Frauen genutzt wurden, die mit dem Thema sowieso beschäftigt und vertraut sind. Es gab auch einige Frauen, die lieber in Einzelsessions die Fotos machen wollten, weil die Gruppenatmosphäre für sie nicht der geeignete Raum war.
Und so sind dann die Fotos entstanden. Ich habe 5 Monate lang Fotosessions mit Frauen gemacht, Suppe gekocht, Kuchen ge?backen, Salate gemacht... Die Frauen kamen zum größten Teil aus dem Fläming-Freundeskreis sowie aus Berlin und dem Umland.
Es war eine spannende, herausfordernde Arbeit für mich, die ohne das Interesse der Frauen an diesem Thema nicht möglich gewesen wäre. 
Wir kreierten uns einen experimentellen, weichen und offenen Raum, jedes mal neu und anders, je nachdem, was für Themen die anwesenden Frauen mitbrachten. Ein Forschungsthema war zum Beispiel: wie sich das Aussehen der Yoni bei sexueller Erregung verändert. Wir machten also Fotos im „Normalzustand“, schauten dann zehn Minuten einen erotischen Film, oder eine Frau gab Yonimassagen und danach  fotografierte ich wieder. Die sichtbaren Veränderungen waren teilweise sehr stark und verblüffend. Ebenfalls spannend war auch das Thema „Öffnung“, denn wir stellten fest, dass es bei den einzelnen Frauen ganz unterschiedlich ist, wie sichtbar „offen“ oder „zu“ die Yoni ist. In Gesprächsrunden tauschten wir Erfahrungen und Gefühle zu diesen und anderen Themen aus, so dass ein heilsamer, natürlicher Vertrauensraum entstand, in welchem die wunderbaren Fotos auf kreative und teilweise recht ausgelassene Weise entstanden.
Ich danke all den Frauen für ihr Vertrauen und für ihre Offenheit, für ihre Neugierde und die vielen Themen, die wir gemeinsam bewegt und gefühlt haben.
Ich habe insgesamt 65 Frauen fotografiert, im Alter zwischen 18 und 75 Jahren, und über 1000 Fotos gemacht. Parallel habe ich Fotos in der Natur gemacht, an Stellen, die mich von Farbe und Form her an Yonis erinnert haben. Einige Naturfotos und Bilder haben Freunde und Bekannte von mir gemacht.


Was mich tief berührt und bewegt hat...
Die Arbeit an dem Buch hat auch in meinem Leben einige „Wellen“ gemacht, denn es fiel mir beispielsweise nicht leicht, meinen Eltern zu erzählen, an was für einem Projekt ich gerade arbeite.
Anfangs stieß ich auf großes Unverständnis, gepaart mit liebevoller Toleranz. Doch ich konnte spüren, wie peinlich, unangenehm dieses Thema „Yoni“ für meine Eltern war.
Mir wurde plötzlich bewusst, in was für einer vertrackten Situa-tion ich steckte. Denn mein größter Wunsch, dass dieses Buch eine breite Öffentlichkeit erreicht, würde meinen Eltern ganz großes Unbehagen bereiten. Diese Vorstellung hat mich sehr belastet, und ich habe mich gefragt, ob ich Ihnen das überhaupt antun kann.
Um so mehr hat es mich berührt und bewegt, als mir meine Mutter, nach einiger Zeit und vielen offenen Gesprächen, erlaubt hat auch mein „Tor in die Welt“, ihre Yoni, zu fotografieren. In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch bei meiner Tante Else bedanken, die nach einem Familientreffen, bei dem ich meiner Verwandtschaft von meiner Arbeit erzählte, den Mut und die Klarheit hatte, ihre Yoni auch für das Buch fotografieren zu lassen. Das war für mich ein richtiges Geschenk, denn ich weiß, dass in der Generation der heute 70-jährigen dieses Thema noch viel mehr tabuisiert wurde und bewundere sie dafür, wie unkompliziert und direkt sie damit umgehen konnte.
Nachdem mein Vater den Prolog zum ersten Mal gelesen hatte, war auch seine Ablehnung diesem Thema gegenüber einem gewissen Verständnis gewichen, was mich und auch meine Mutter sichtlich erleichtert hat.
Eine Frau aus Berlin hat mich mit ihrer Lebensgeschichte ganz besonders berührt, denn sie wurde in einem Männerkörper geboren und hat sich mit 22 Jahren zu einer chirurgischen Geschlechtsumwandlung entschlossen, da ihr sonst ein Leben als Frau in unserer Gesellschaft nicht möglich gewesen wäre. Obwohl ihre Yoni ein künstliches „Produkt“ ist, habe ich beschlossen, dass sie auch in diesem Buch ihren Platz findet. Denn ich habe selten eine Fraugesehen, die so stolz und glücklich mit ihrer Yoni war und so einenbewussten, liebevollen Kontakt dazu hatte.


Was ich bei meiner Arbeit beobachtete...
Während meiner Arbeit erlebte ich immer wieder, dass das Thema des Buches bei Frauen und auch bei Männern, die damit konfrontiert wurden, starke innere Prozesse ausgelöst hat. Von Empörung bis hin zu Begeisterung, von Verunsicherung, Sprachlosigkeit, Scham und Unwohlsein bis hin zu Gefühlen der Befreiung. Bei vielen Menschen hat sich das Fühlen und Denken zum Thema „weibliche Genitalien“ völlig verändert, weil sie erstmalig die Möglichkeit hatten, sich auf eine ganz andere Weise damit auseinander zu setzen. 
Interessanterweise gab es kaum Menschen, die diese fokussierten Photos als erotisch empfunden haben. Bei den meisten war es eine Mischung aus Erstaunen, Scham, Erschrecken und Neugierde.
Den wenigsten Männern ist es gelungen, aus drei bis vier Yoni-Bildern verschiedener Frauen die Yoni ihrer Frau zu erkennen. Auch die Frauen hatten Schwierigkeiten ihre eigene Yoni unter verschiedenen Bildern wieder zu finden. Was ganz verständlich ist, denn unser Blick ist nicht der Gleiche, wie der durch das Teleobjektiv einer Kamera. 
Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es Frauen wie Männern, die sich bisher noch nicht näher mit dem Thema befasst haben,  oft schwer fällt, sich die Großaufnahmen von Yonis entspannt anzuschauen. Es tauchen dabei ganz verschiedene Reaktionen auf und mir wurde klar, dass es schwierig ist, Menschen dazu einzuladen, sich solche Art konkreter Fotos liebevoll und neugierig zu betrachten. Deshalb habe ich entschieden, dass die ersten Seiten des Buches mit Fotomontagen den Betrachter und sein Auge sowie auch seinen Geist und seine Seele auf ganz vorsichtige, kreative, witzige und charmante Art an den Anblick einer Yoni gewöhnen sollen, bevor die ganz konkreten und klaren Aufnahmen folgen.
Das Buch berührt mit diesem Thema so viele Ebenen, dass es nur eine Einladung sein kann, den ersten Schritt zu tun, anders hinzuschauen. Was für Emotionen und Gedanken beim einzelnen Menschen ausgelöst werden, wird sehr vielfältig und unterschiedlich sein, je nach kultureller, religiöser und familiärer Prägung. Ich wünsche mir, dass das Buch der Betrachterin und dem Betrachter die Möglichkeit gibt, jenseits der vorhandenen Prägungen und Sichtweisen, einen natürlichen, verbundenen und liebevollen Umgang mit den weiblichen Genitalien, der Yoni zu finden.

*Yoni: kommt aus dem Sanskrit und meint die weiblichen Genitalien, wird hauptsächlich in tantrischen Zusammenhängen verwendet